Rosen und Liebe

Juni 27, 2012 at 8:22 pm 1 Kommentar


Ach, wie bin ich Dahingeschmolzen, als meine Freundin zu ihrem zwanzigsten Geburtstag einen Strauß langstieliger Rosen von ihrem Freund geschenkt bekommen hatte. Neidvoll musste ich in ihre strahlenden Augen blicken. Wie sie sich freute und kokettierte, und der stattliche Ritter, damit meine ich den Freund, ließ sich umarmen und anhimmeln. Schmacht, schmacht.

Und die Wahrheit über Rosensträuße?

Damals wäre ich noch umgefallen, hätte mir ein Mann so ein Rosengeschenk gemacht. Ich hätte ihn vom Stand weg geheiratet. Aber die Realität ist anders. Die Turteltäubchen von damals sind auch kein Paar mehr. Erst jetzt wo ich schon ein weniger reifer bin, zumindest hofft man das, fange ich an zu verstehen, warum man Rosen mit der Liebe vergleicht.

Zart wie die Liebe sind Rosenknospen

Zart wie die Liebe am Anfang ist genauso zart kommen mir die feinen jungen Knospen einer Rose vor. Doch ist diese zarte Knospe voll aufgegangen und erblüht welkt sie auch schnell wieder ab. Naja ganz so negativ soll man das ja nicht sehen, aber Rosen blühen doch sehr schnell ab, finde ich. Und Jugend ist auch sehr schnell vergänglich. Wenn man bedenkt wie lange man eigentlich „altert“. Das mit dem Abbau der Zellen fängt ja schon Anfang zwanzig an. Ich sehe das nicht so eng, aber es stimmt, man altert wirklich verdammt lang. Zum Glück mit so viel Jugendlichkeit!

Die Sache mit den Stacheln an der Rose…

Nicht alle Rosen duften, aber sehr viele. Meine Oma hat Rosen gezüchtet. Wäre sie noch gesund würde ich sie heute ausquetschen und würde alles wissen wollen. Aber damals war ich noch zu jung und mir fehlte das Interesse. Ihre Rosen waren so schön! Weiße Rosen, Rosa Rosen, hellrote Rosen, dunkelrote Rosen, alte Sorten mit riesigen Blüten, einfach schön. Und die dufteten! Man konnte sie schon von der Ferne riechen. Nie in meinem Leben, hab ich wieder so einen angenehmen Rosenduft vernommen. Immer wurde ich zuerst vom Duft angezogen. Als würde mich jemand an der Nase ziehen. Und es war jedes Mal das selbe Ritual. Ich hielt inne, nahm ein paar tiefe Atemzüge, berührte sie, staunte, neigte meinen Kopf vor, tauchte mit meiner Nase in die Blüte und nahm noch ein zwei ganz tiefe Atemzüge von „Rose“.
„Ouh Rose!“ Das ist besser als eine Stunde Behandlung bei einer Kinesologin. Die Natur ist einfach der beste Therapeut. Aber Kinesologen sind auch in Ordnung. Nachdem mich die duftenden Rosen wieder einmal ins seelische Gleichgewicht brachten, nahmen sie mir den Glückszustand auch schon wieder. Nämlich in dem Moment, als ich voller Wonne die Blüte mit meinen Händen zu mir drücken wollte und unachtsam geworden vom betörenden Duft der Rose ganz die Stacheln vergaß. Autsch! Schon passiert- gestochen und Blut rann entlang des Fingers.

Die Erkenntnis über Rosen und Liebe

Rosen können ganz schön tief schneiden, ganz wie die Liebe. Man ist im einen Moment benebelt vom Glückszustand und im anderen blutet das Herz, ganz so wie der Finger. Zum Glück erinnern wir uns im Nachhinein nicht mehr an die Stacheln, sondern werden wieder von ihrem Duft magisch angezogen. Und so denke ich ist es mit der Liebe wohl auch.

Rosenstolz….

Irgendwie passend, finde ich.

Rosen im Allgemeinen

Advertisements

Entry filed under: 01. Garten Allgemein, 04. Rosen. Tags: , , , , , , , , , , , , , , .

Dankbare Beetpflanzen für den Sommer Sommer Staude Sonnenhut Echinacea

1 Kommentar Add your own

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Gartenfans Flickr Photos

Mehr Fotos

%d Bloggern gefällt das: