Rosen und Liebe


Ach, wie bin ich Dahingeschmolzen, als meine Freundin zu ihrem zwanzigsten Geburtstag einen Strauß langstieliger Rosen von ihrem Freund geschenkt bekommen hatte. Neidvoll musste ich in ihre strahlenden Augen blicken. Wie sie sich freute und kokettierte, und der stattliche Ritter, damit meine ich den Freund, ließ sich umarmen und anhimmeln. Schmacht, schmacht.

Und die Wahrheit über Rosensträuße?

Damals wäre ich noch umgefallen, hätte mir ein Mann so ein Rosengeschenk gemacht. Ich hätte ihn vom Stand weg geheiratet. Aber die Realität ist anders. Die Turteltäubchen von damals sind auch kein Paar mehr. Erst jetzt wo ich schon ein weniger reifer bin, zumindest hofft man das, fange ich an zu verstehen, warum man Rosen mit der Liebe vergleicht.

Zart wie die Liebe sind Rosenknospen

Zart wie die Liebe am Anfang ist genauso zart kommen mir die feinen jungen Knospen einer Rose vor. Doch ist diese zarte Knospe voll aufgegangen und erblüht welkt sie auch schnell wieder ab. Naja ganz so negativ soll man das ja nicht sehen, aber Rosen blühen doch sehr schnell ab, finde ich. Und Jugend ist auch sehr schnell vergänglich. Wenn man bedenkt wie lange man eigentlich „altert“. Das mit dem Abbau der Zellen fängt ja schon Anfang zwanzig an. Ich sehe das nicht so eng, aber es stimmt, man altert wirklich verdammt lang. Zum Glück mit so viel Jugendlichkeit!

Die Sache mit den Stacheln an der Rose…

Nicht alle Rosen duften, aber sehr viele. Meine Oma hat Rosen gezüchtet. Wäre sie noch gesund würde ich sie heute ausquetschen und würde alles wissen wollen. Aber damals war ich noch zu jung und mir fehlte das Interesse. Ihre Rosen waren so schön! Weiße Rosen, Rosa Rosen, hellrote Rosen, dunkelrote Rosen, alte Sorten mit riesigen Blüten, einfach schön. Und die dufteten! Man konnte sie schon von der Ferne riechen. Nie in meinem Leben, hab ich wieder so einen angenehmen Rosenduft vernommen. Immer wurde ich zuerst vom Duft angezogen. Als würde mich jemand an der Nase ziehen. Und es war jedes Mal das selbe Ritual. Ich hielt inne, nahm ein paar tiefe Atemzüge, berührte sie, staunte, neigte meinen Kopf vor, tauchte mit meiner Nase in die Blüte und nahm noch ein zwei ganz tiefe Atemzüge von „Rose“.
„Ouh Rose!“ Das ist besser als eine Stunde Behandlung bei einer Kinesologin. Die Natur ist einfach der beste Therapeut. Aber Kinesologen sind auch in Ordnung. Nachdem mich die duftenden Rosen wieder einmal ins seelische Gleichgewicht brachten, nahmen sie mir den Glückszustand auch schon wieder. Nämlich in dem Moment, als ich voller Wonne die Blüte mit meinen Händen zu mir drücken wollte und unachtsam geworden vom betörenden Duft der Rose ganz die Stacheln vergaß. Autsch! Schon passiert- gestochen und Blut rann entlang des Fingers.

Die Erkenntnis über Rosen und Liebe

Rosen können ganz schön tief schneiden, ganz wie die Liebe. Man ist im einen Moment benebelt vom Glückszustand und im anderen blutet das Herz, ganz so wie der Finger. Zum Glück erinnern wir uns im Nachhinein nicht mehr an die Stacheln, sondern werden wieder von ihrem Duft magisch angezogen. Und so denke ich ist es mit der Liebe wohl auch.

Rosenstolz….

Irgendwie passend, finde ich.

Rosen im Allgemeinen

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Juni 27, 2012 at 8:22 pm 1 Kommentar

Dankbare Beetpflanzen für den Sommer


Neben Stauden und Balkonblumen, die um diese Jahreszeit in der stärksten Wachstumsphase sind, entfalten Beetpflanzen zunehmend ihre volle Blütenbracht. Dicht aneinander gereiht und dankbar sind viele Sorten. Hierzu gehören Tagetes, Eisbegonien, Leberbalsam, Fleißiges Lieschen (Schatten- und Halbschatten), Männertreu, Silberblatt und Buntnessel, die auch für Gartenneulinge, oder jene die nicht allzu viel Zeit in die Gartenpflege investieren können tolle Beetpflanzen für einen Sommer in Blüte garantieren. Gerade im ländlichen Bereich findet man sehr schöne Blumenteppiche aus Beetpflanzen, die nicht nur dankbar sondern auch eine Augenweide sind.

Tagetes und Pelargonien dankbare Dauerblüher

Sommerblumen - Beetpflanzen

Tagetes in orange und gelb. Eisbegonie in weiß und rot

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Gartenfans
Erste Funkienknospen
Funkienknospen

Juni 26, 2012 at 5:46 pm 2 Kommentare

Balkonblumen – Petunien hängend


Eine meiner allerliebsten Blumen sind Balkonblumen. Also schöne bunte Blumenkästen mit schönen Arrangements, farblich abgestimmt, Ton in Ton oder einfach total knallig und bunt. Ich dachte ich müsse nun einen Artikel schreiben über „mein“ Blumenjahr. Das war allerdings schon 2007, als ich Landessiegerin beim Blumenschmuckwettbewerb wurde. Und ich habe nun die Fotos wieder einmal angesehen.


Hängepetunien meine Favoriten

Meine ganz persönlichen Favoriten sind Surfinien oder Hängepetunien genannt. Die sind zwar wahnsinnig durstig, wenn es heiß ist, aber sie danken es einen mit einer tollen Blütenpracht, die so großartig ist, dass man nur noch staunen kann. Ganz ohne Dünger geht es aber nicht. Zweimal die Woche sollte es schon sein. Dabei darf der Wurzelballen nicht zu trocken sein. Trockenheit mögen Hängepetunien prinzipiell nicht. Die Erde sollte nie Staubtrocken sein. Aber das sieht man den schönen Blumen auch gleich an. Passiert es dennoch, einfach gießen und das Vertrocknete, nicht am selben Tag sondern einen Tag später wegschneiden oder auszupfen. Die Balkonblumen verzeihen das aber nicht mehr als einmal pro Saison. Ab Juli und August, sollte man auf eine regelmäßige Bewässerung achten, sonst erholen sich die Pflanzen nicht mehr.

Die schönsten Fotos von meinen Hängepetunien und Goldmarie

Zwischen den Blumenkästen wächst der gelbe Sonnenhut prachtvoll empor.

Erste Funkien Knospen
Stauden Pflanzen sind in voller Pracht
Gartenfans

Juni 24, 2012 at 8:45 pm 3 Kommentare

Erste Funkien Knospen


Unlängst fand ich die ersten Funkien Knospen in meinem Staudenbeet. Auf 700m Seehöhe liegt mein Garten wohl gemerkt. Vergangenes Jahr bekam ein Gartenfan, aber Gartenneuling von mir ein Exemplar, das ich von einer bestehenden Funkie weggestochen, also geteilt hatte. Die Blüten stehen bei dem Gartenneuling schon in voller Pracht. Jetzt könnte man fragen, welch Wunderdünger wurde da verwendet? Nein kein Wunderdünger, aber die Funkie liegt um 300m Seehöhe niedriger! Also umsiedeln, am besten auf fast Null und schon braucht man keinen zusätzlichen Dünger mehr. Ein gutes Mittel um die Pflanzen schneller erblühen zu lassen. Nun gut. Ich werd´s auch noch erwarten können auf meinen 700m Seehöhe. Hoffe ich zumindest.

Juni 3, 2012 at 7:09 pm 1 Kommentar

Funkien Stauden sind in voller Pracht


Ja ein paar Wochen sind vergangen und meine prächtigen Funkien Stauden, sind zu wunderschönen Horsten herangewachsen. Die riesigen halbkugelförmigen Horste mit den großen Blättern sind eine richtige Augenweide. Da schlägt das Herz von Gartenfans höher. Und, Funkien sind sehr praktische Stauden, denn Unkraut hat so gut wie keine Chance. Allerdings Schnecken, Kapuzinerschnecken im Speziellen. Die lieben Funkien, besonders während der Wachstumsphase. Aber auch noch jetzt. Ich hatte das vergangene Jahr eine richtige Invasion im Funkien Garten und viel zu spät auf die Schädlinge reagiert. Das Resultat waren Blätter die Löcher hatten wie Schweizerkäse. Bei der Bekämpfung von Schnecken bin ich ein wenig zwiegespalten. Aber hier ein paar Fotos meiner Funkien von dieser Woche.

Funkien – Hosta

Mai 31, 2012 at 7:19 pm 2 Kommentare

Stauden Pflanzen Liebe


Meine erste Staudenpflanze die ich mir kaufte war der Sonnenhut, das ist eine ab Mitte Sommer gelb, blühende Pflanze. Ich sah in erster Linie die tollen Blühten, wusste, dass es sich um eine dankbare Staude handelt- aber das sind Stauden meistens- und kaufte sie. Sie blühte in voller Pracht. Übrigens kaufte ich zur selben Zeit eine Funkie, die zwar schon bräunliche Blätter hatte, aber dafür war sie ja günstiger. Also musste ich diesem Angebot nachgeben. Ich setzte auch sie in meinen Garten. Und als echter Gartenfan übt man sich in Geduld. Der Sommer ging vorbei. Der Sonnenhut blühte bis in den Spätherbst. Ich hatte meine Freude und gut war.

Funkien Stauden sprießen

Funkien Liebe

Währenddessen die Funkie bald noch bräunere Blätter bekam und irgendwie abfaulte. Toll dachte ich, ob das noch was wird? Ja und bald darauf kam der Winter und Sonnenhut als auch Funkie verschwanden komplett von der Erdoberfläche. Frost und Kälte taten das Restliche, sodass bald an der Erdoberfläche kein Hinweis mehr auf eine Pflanze zu finden war. Der Frühling kam. Die Funkie hatte ich völlig vergessen. Aber im Frühjahr gibt es ja auch wieder eine Menge Aufräumarbeit. Steine, abgestorbene Pflanzenreste, Äste und Blätter vom Herbst entfernen. Ein Ritual, dass ich von den Gartenprofis schlechthin kannte: von meiner Uroma, meiner Oma und meiner Mama. Das tat ich und es wurde März. Die Sonne schien und das meiste begann zu sprießen, so wie es sein sollte. Beim Umkraut jäten, denn Umkraut ist das erste das im Frühling sprießt, entdeckte ich etwas an der Erdoberfläche, dachte anfangs nicht viel dabei, aber es ließ mich nicht los. Ich grübelte, doch irgendwie kam ich auf keine grünen Zweig. Ich entdeckte so etwas wie abgestorbene Blätter, grub sogar mit der Gartenschaufel ein wenig in die Erde. Wurzeln. Gut. Aber das war es?

Die Eingebung – Staude!

Nach einigen Tagen grübeln schoss es mir: Das war eine der Stauden, die ich im vergangen Jahr gesetzt hatte. Aber ich hatte sogar den Namen vergessen und musste in einem Buch nachschlagen. Ja, das war doch die Funkie! Mir ging ein Licht auf. Wie ein Blitz traf mich das schlechte Gewissen, hatte ich ja in der Erde herumgestochert. Die Funkie war sicher erfroren und durch das Herumgraben so oder so erledigt. Super. Da kauft man ein Stauden- Schnäppchen, doch da hatte ich wohl die Katze im Sack gekauft. Ich war verärgert. Es wurde April. Ja ich war mit dem Unkraut jäten wieder mal nicht fertig und entfernte das Unerwünschte von der Stelle an der einmal die Funkie stand. Und da entdeckte ich sie: Zart, spitz und kaum sichtbar. Ich musste mich nahe zum Boden bücken, um sie zu sehen. Die Funkie begann doch noch zu sprießen! Ich traute meinen Augen nicht und gleichzeitig war ich so was von Happy. Es war wie ein kleines Wunder. Ja das war es. Das war der Moment in dem ich mich unsterblich in Stauden und in Funkien verliebte. Und die Liebe hält an bis zum heutigen Tag.

April 30, 2012 at 8:04 pm 3 Kommentare

Gartenfans


Ich liebe meinen Garten. Ich liebe nicht nur meinen, sondern alle schönen Gärten, die mit viel Liebe und Kreativität gestaltet sind. Die kleinen und großen Oasen der Entspannung, Orte im Grünen, in Hinterhöfen, auf Dächern oder Balkonen, an denen die Zeit still steht, wo die Uhr ein paar Takte langsamer schlägt und jedes aufgewühlte Gemüt sich ein wenig zu beruhigen vermag. Grünzeug, alle möglichen Pflanzenarten, Büsche, Sträucher, Stauden, Sommerblüher, Kletterpflanzen, Rosen, Einjährige, Mehrjährige, Gehölze und Kräuter, sie alle lassen mein Herz höher schlagen und machen mich zum absoluten Gartenfan. Denn nichts bringt mich der Natur näher, als wenn ich mit Leidenschaft mit meinen Fingern in die Erde grabe, kleine Käferchen, Regenwürmer und Raupen- kurzum ein Getummel von kleinen Lebewesen in jeder handvoll Erde finde.  Um die Wurzeln eines junge Pflänzchens dann mit diesem lebendigen Erdreich zu umhüllen. Ja Gartenfan zu sein ist schön, so richtig schön!

 

April 22, 2012 at 1:52 pm 3 Kommentare

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